Geschichte

Eine Pfarrkirche ist für Vättis schon 1274 bezeugt. Die heutige Kirche St. Anian wurde 1695 unter dem 'baulustigen' Abt Bonifaz I. von Pfäfers begonnen. Im Calfeisental ist 1346 die Kapelle St. Martin und damit die Existenz von Walsern urkundlich erwähnt. Die deutschsprachigen Walser sind Auswanderer aus dem Oberwallis, die sich in unbewohnten, oft sehr kargen Gegenden des Alpenraumes angesiedelt hatten. Die Walser im Calfeisental wohnten ganzjährig in Einzelhöfen, die sie aber infolge klimatischer Verschlechterung bereits im 16. Jahrhundert wieder aufgaben und nur noch im Sommer als Alpen nutzten. 1838 wurde das Kloster Pfäfers aufgelöst und in der Folge die selbständige Kirchgemeinde Vättis gegründet.

     


    1274   Erstmals wird eine Kirche in Vättis erwähnt.
    1282   Die Dorfhälfte rechts der Tamina geht als Lehen von Abt Rudolf v. Disentis an Freiherrn Heinrich von Rhäzüns.
    1695   Baubeginn der heutigen Pfarrkirche Vättis.
    1697   Am 29. September 1697 folgt die Einweihung der Kirche durch Bischof Udalricus v. Federspiel, Chur. Der Hauptaltar wird zu Ehren der heiligen Patrone Anian, Bischof von Orléans, und Sebastian geweiht.
    1862   Bau des Kirchturmes.
    1863   Renovation der Kirche.
    1920   Anschaffung einer Kirchenuhr. 
    1922   Renovation der Kirche, Neubau von Chor und Sakristei.
    1941   Einbau der neuen Orgel.
    1955   Renovation der Kapelle St. Martin.
    1957   Zentralheizung für Kirche und Pfarrhaus.
    1962   Neuaufbau des Turms, Geläuteerweiterung von drei auf vier Glocken.
    1975   Gesamtrenovation der Kirche.
    1988   Einweihung der Abdankungshalle.
 

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